Adventskalender aus Papier und Restholz

Die Weihnachtszeit beginnt ja wieder und ein Adventskalender muss her. Hier möchte ich dir zeigen, wie du einen Adventskalender aus Resthölzern (in meinem Fall Palettenhölzer) und mit Papercrafts sehr kostengünstig und mit wenig Mitteln bauen kannst. Auch der Einsatz von Werkzeug hält sich in Grenzen. Im Prinzip musst du deine Holzstücke irgendwie zusägen können und benötigst zusätzlich nur noch nen Akkuschraubern und ein paar Schrauben.

Die Idee ist, eine Art “Stadt” zu gestalten, in der jedes einzelne Haus für einen Tag steht und entsprechend befüllt werden kann.

Bau der Häuser

Fertig gefaltetes Lebkuchenhaus

Die Häuser habe ich mit dem Kids zusammen aus Papercraft gebaut. Papercraft sind ausdruckbare Modelle die Ihr auf Karton (>120 gr. Papier) ausdruckt, ausschneidet und dann zusammenklebt. Das von mir verwendete Model findet Ihr hier zum kostenfreien Download. Stöbert auch mal ein bisschen durch die Seite des Canon Creative Park, Papercraft zu bauen ist eine wirklich nette Abendbeschäftigung.

Bau der Rückwand

Diesen Schritt habe ich bewusst einfach gehalten. Ich verwende hier 4 Leisten mit einer Länge von ~95 cm. Wie oben schon erwähnt, sind die Leisten aus einer Einwegpalette, die ich gehobelt und grob geschliffen habe, um alle Spreissel zu entfernen. Wichtig ist, dass die einzelnen Leisten etwas breiter sind als die Papercraft Häuser. Die 4 Leisten habe ich ich von hinten mit 2 querliegenden Brettern verschraubt.

Du siehst hier auch schön, ich habe die Leisten bewußt unterschiedlich lang gelassen und auch die Spaltmaße nur nach Augenmaß gesetzt. Das liegt natürlich in deiner eigenen Gestaltungsfreiheit.

Rückwand verschrauben

Möchtest du den Adventskalender am Boden hinstellen, statt ihn an die Wand zu hängen, befestigst du auf der Rückseite ein zusätzliches kurzes Brett mit einem Scharnier und stellst mit einer simplen Schnur den Winkel ein. Nicht verstanden? Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte ;-).

Finally wird die ganze Kontruktion noch eingeölt. Ich verwende hier das Hartwachsöl von “Oli Natura *“, genauso gut eignet sich aber auch jedes andere Öl. In diesem Fall ist ölen eh nur optional und feuert einfach nur das Holz etwas an.

Ablagen für die Häuser

Um die Häuser aufzustellen, habe ich kleine Brettchen zugeschnitten, die etwas kleiner als die Palettenhölzer der Rückwand sind, aber auch etwas größer als die Häuser. Die Brettchen habe ich auf drei Seiten mit einer Fase versehen, und auf der Rückseite zwei kleine Löcher vorgebohrt. In diese Löcher kannst du dann 2 Nägel einsetzen und mit Hilfe der Nägel die Stellen an der Rückwand markieren an der du vorbohren musst.

Nun folgt jede Menge Fleißarbeit. Die Löcher werden vorgebohrt und die Schrauben schon mal eingesetzt, die dann die Brettchen halten. Die Schrauben sollten so lang sein, dass sie gut 20 mm in die Brettchen hineinragen. Denk dran, dort wo die Befestigungsleisten sind, benötigst du längere Schrauben. Oder gehst ganz steil und überlegst dir vorher wo was hinkommt, aber es ist definitiv weniger Denkarbeit, einfach mit längeren Schrauben zu hantieren. Es soll ja keine Doktorarbeit werden.

Schrauben einsetzen

Nun kannst du Stück für Stück die Brettchen montieren. Ich habe mich entschieden, die Häuser diagonal versetzt zu befestigen. Bei der Auswahl der Brettchen (auch hier habe ich Palettenholz verwendet) habe ich zudem auf eine gute Durchmischung der Farben geachtet.

Brettchen montiert

Befüllung

Nun geht es ans befüllen des Adventskalender. Du kannst die Häuschen direkt mit kleinen Geschenkchen befüllen, oder mit Gutscheinen arbeiten. Die Häuser werden oben mit einer passenden Geschenkband oder Bindfaden * zugebunden. Kleiner Tipp: Mach nicht gleich nen Doppelknoten, dann kannst du den Kalender auch widerverwenden. Alternativ kannst du auch kleine Wäscheklammern verwenden (Bild weiter unten).

Die Häuser werden mit einen Tropfen Heißkleber fixiert und der Kalender mit Watte und anderen Weihnachtlichen Gimmicks dekoriert.

Die Zahlen hat meine Tochter mit Schrumpffolie gemacht und vorne mit einem Tropfen Heißkleber an die Brettchen geklebt. Wer hat, kann auch hier den Laser zu Einsatz bringen.

Fazit

Simpel und doch “unique”, was nicht in jedem Wohnzimmer rumsteht und definitiv mal was anderes als die üblichen Standardkalender. Zudem ist das Ganze ein super Projekt für die Vorweihnachtszeit, grade mit Kindern ein tolle Sache zum gemeinsamen bauen. Und nicht zu vergessen, auch deutlich nachhaltiger als die ganzen Plastik-Ungetümer die es sonst so zu kaufen gibt.

Hier zum Abschluß nun noch ein paar Impressionen.

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